Rezension: „This Won’t End Well“ von Camille Pagán

Von heilenden Kristallen und anderem unwissenschaftlichen Hokuspokus hält Annie Mercer als passionierte Chemikerin mal überhaupt nichts. Deshalb reagiert die Protagonistin in Camille Pagáns Roman „This Won’t End Well“ eher ungemütlich, wenn ihre älteste Freundin Leesa ihr zum Trost über einen urplötzlich alleine nach Paris abgereisten Verlobten und schuldlos verlorenen Job Rosenquartz, Lapislazuli und ein ätherisches Öl (plus 131-Dollar-Diffuser!) andrehen will.

Es ist nämlich so: Annie musste ihren Job bei einem Hersteller von Hygieneprodukten kündigen und darf jetzt zwei Jahre nicht als Chemikerin arbeiten. Und ihr Verlobter Jon, ein Französischlehrer, hat entschlossen, dass er ein paar Monate vor ihrer Hochzeit unbedingt einen Monat alleine in Paris verbringen muss und in dieser Zeit keinen Kontakt mit Annie möchte.

Da ruft man natürlich seine beste Freundin an und erhofft sich Unterstützung. Die ist Zwillingsmutter und neuerdings Vertreterin für LITEWEIGHT-Produkte – sie ist sogar Southeastern Michigan Sales Rep of the Year! Und weil sie das auch das zweite Jahr in Folge werden möchte, ist ihre Antwort auf die Probleme ihrer Freundin ein Sales Pitch.

No new people!

Enttäuscht von beiden beschließt Annie Menschen zu meiden:

„I must have forgotten the lesson I learned during childhood, which is that optimistic assumptions are the fastest way to become deeply disillusioned by human nature.“

Bis ihre Berufssperre vorüber ist, entscheidet sie sich, ihr Geld mit Putzen zu verdienen. Aber nur für Leute, die sie bereits kennt.

Aber dann bekommt sie eine neue Nachbarin: Harper. Eine glamouröse, aber auch fragil wirkende junge Dame. Eines Tages – nachdem Annie beim Besuch eines Mannes Schreie vernommen hat – läuft Harper mit einem blauen Auge herum, versteckt hinter schicken Sonnenbrillen.

Und dann macht Annie auch noch zufällig die Bekanntschaft von Mo, einem Detektiv, der auf Harper angesetzt wurde. Plötzlich war das doch nichts mehr mit „keine neuen Leute“.

Auch Jon meldet sich überraschend aus Paris …

Kurzweilige Lektüre

„This Won’t End Well“ von Camille Pagán ist ein sehr unterhaltsamer Roman, den ich in wenigen Tagen gelesen habe. Die Geschichte fließt einfach gut und ich war gespannt, was hinter den Geheimnissen der Charktere steckt.

Da ich die Skepsis der Protagonistin gegenüber alternativen Heilmethoden, Manifestieren und anderen unwissenschaftlichen Dingen teile, hatte ich sie gleich ins Herz geschlossen.Die mysteriöse Harper bringt Spannung in die Geschichte.

Im letzten Drittel verliert die Geschichte etwas den Charm und Humor, der am Anfang gerade so sprühte. Dennoch eine klare Leseempfehlung.

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