Rezension: „Der Donnerstagsmordclub“ von Richard Osman

Debütroman von Richard Osman: Der Donnerstagsmordclub

Richard Osman hat einen Roman geschrieben, ein Krimi namens ‚Der Donnerstagsmordclub‘, jippie!

„Wer?“

Für die, die anders als gewisse Mensch mit nach einer fiktiven franzöischen Straße benannten Blog, nicht einen Großteil ihrer Freizeit damit verbringen, britische Panelshows auf YouTube anzusehen, ein paar Fakten:

  • Richard Osman ist ein englischer Fernsehproduzent und Quizshow-Moderator/Co-Moderator/Teilnehmer/Enthusiast
  • Richard Osman ist 2,01 Meter groß.
  • Richard Osman hat schon mehrere Bücher in Verbindung mit seinem Fernsehshows „Pointless“ und „House of Games“ sowie mit seinem Twitter-Wettbewerb „The World Cup of Everything“ herausgebracht.
  • Richard Osman ist super.
Vier für alle Fälle ist ein Roman von Richard Osman

Nun ist er also auch unter die Romanautoren gegangen. Und so wie wir ihn aus seinen Auftritten bei Pointless, Would I Lie To You? oder Room 101 kennen, ist auch das Buch: originell, amüsant und 2 Meter groß. Gut, Letzteres dann doch nicht.

Detektivbande im Altersheim

Mit „Der Donnertagsmordclub“ hat Richard Osman nicht irgendeinen Kriminalroman geschrieben. Die Umstände sind einzigartig: In einem Altersheim in Kent haben es sich vier Freunde zum Hobby gemacht, alte Kriminalfälle, bei denen die Polizei zu keinem oder dem falschen Schluss gekommen ist, aufzuklären.

Die Detektivbande besteht aus

  • Elizabeth, einer ehemaligen Spionin
  • Joyce, die früher Krankenschwester war
  • Ibrahim, seineszeichen Psychiater im Ruhestand
  • und Ron, in den 70ern ein bekannter und leidenschaftlicher Gewerkschafter

Donnerstagssabends trifft sich die Truppe also, um in den Archiven zu graben und die richtigen Mörder zu finden. Bis plötzlich ein Mord im Jetzt und in ihrer unmittelbaren Umgebung begangen wird: Tony Curran, ein ortsansässiger und zwielichtiger Bauunternehmer wird in seinem Haus erschlagen. Neben der Leiche lässt der Täter ein Foto zurück. Eine Steilvorlage für die investigativen Rentner*innen, die der Polizei bei den Ermittlungen tatkräftig unter die Arme greifen (= ziemlich auf die Nerven gehen).

Warum im Altenheim?

Zum Schreiben inspiriert hat Osman ein Besuch in einer echten Seniorenresidenz. Sie entsprach nicht dem Bild, das man allgemeinhin von solchen Einrichtungen hat. Und so beschreibt er auch Cooper’s Chase: Seine Bewohner*innen haben rund um die Uhr zu tun. Diese Rentner sind auch Achse!

Dass die Hauptfiguren betagt sind, ermöglicht Osman auch sensible Themen zu behandeln: Alterseinsamkeit, Trauer, geistiger und körperlicher Verfall, Sterbehilfe.

Und trotzdem ist „Der Donnerstagsmordclub“ nicht düster. Hauptsächlich ist es eine kurzweilige, amüsante Lektüre, die ab und an zum Nachdenken anregt.

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